|
Wir haben für Sie die
wichtigsten
Informationen zu dem
Thema übermäßiges
Schwitzen und
Hyperhidrose
zusammengestellt. Sie
finden sowohl
Informationen zur
Behandlung als auch
detalierte Informationen
über die Krankheit
Hyperhidrose und zu
weiteren Themen rund um
das Thema gesunde Haut.
Nehmen Sie sich einen
Moment Zeit und
informieren Sie sich auf
unserer Seite. Es wird
sich für Sie lohnen!
Die Webseite finanziert
sich durch unabhängige
Werbung. Hoffentlich
haben Sie Verständnis
dafür, dass die Kosten
nicht anders vom
Betreiber getragen
werden können. Wir
versichern Ihnen aber,
dass kein Werbender
Einfluss auf die
Informationen auf
unserer Seite hat.
Unser Seite versucht
immer auf den aktuellen
Stand der Wissenschaft
zu bleiben. Alle
Informationen wurden
nach besten Wissen
zusammengetragen.
Sollten Sie trotzdem
einen Fehler entdecken
und/ oder Tipps und
Ratschläge haben die
hier noch nicht
aufgeführt sind
schreiben Sie uns eine
Email an info@schwitzen-hyperhidrose.de
Wir freuen uns von Ihnen
zu hören!
Warum schwitzen wir?
Schwitzen ist ein
lebensnotwendiger
Prozess der unseren
Körper vor Überhitzung
schützt. Schweiß tritt
aus den bis zu 4
Millionen Schweißdrüsen
aus und verdunstet auf
der Haut.
Bei dieser Verdunstung
wird der ausgetretene
Schweiß durch die
Körpertemperatur zu
Wasserdampf umgewandelt.
Bei dieser Umwandlung
geht dem Körper
überschüssige Wärme
verloren.
Die Körpertemperatur
sinkt also. Die
Stoffwechselvorgänge im
menschlichen Körper
arbeiten bei 37 Grad
Celsius optimal.
Würden wir nicht
schwitzen, hätte dies
zur Folge, dass unsere
Körpertemperatur bis zu
einem kritischen Punkt
ansteigt. Bei einigen
Grad über 40 Grad
Celsius finden wichtige
Stoffwechselvorgänge
nicht mehr statt und wir
würden einen Hitzeschlag
erleiden.
Das so genannte
vegetative Nervensystem
steuert die
Schweißabsonderung des
Körpers. Es arbeitet
dabei wie eine
Klimaanlage. Steigt die
Körpertemperatur, meldet
das vegetative
Nervensystem dies an die
Schweißdrüsen.
Diese produzieren dann
solange Schweiß bis die
gewünschte Temperatur
erreicht ist und das
vegetative Nervensystem
meldet dann an die
Schweißdrüsen das diese
die Produktion
einstellen können.
Wie schwitzen wir?
Dafür das wir überhaupt
schwitzen ist das so
genannte vegetative
Nervensystem
verantwortlich.
Das vegetative
Nervensystem unseres
Körpers versorgt Organe,
glatte Muskeln, das Herz
und auch Schweißdrüsen
mit Informationen.
Man nennt das vegetative
Nervensystem auch
autonomes Nervensystem,
da es ohne eine bewusste
Steuerung durch den
Willen autonom
funktioniert.
Es wird durch den
Hypothalamus
kontrolliert. Der
Hypothalamus kann die
Körpertemperatur messen
und über Verschaltungen
auf das vegetative
Nervensystem und auf
Hormone Einfluss nehmen.
Bestimmte Zentren im
Hypothalamus steuern
über Nervenbahnen die
Thermoregulation, also
den Wärmehaushalt des
Körpers.
Steigt die
Körpertemperatur so
nimmt dies der
Hypothalamus war und
sendet über das
Nervensystem Reize an
die Schweißdrüsen.
Die Schweißdrüsen, die
die Lederhaut
durchziehen und deren
Öffnungen in den Poren
der Haut münden, werden
durch die Reize
stimuliert. Durch die
Stimulation beginnen sie
Schweiß an die Haut
abzugeben.
Der Schweiß verdunstet
durch die Körperwärme
auf der Haut und die
Körpertemperatur sinkt.
Sobald die optimale
Körpertemperatur
erreicht ist ziehen sich
die Blutgefäße der Haut
zusammen und die Abgabe
von Schweiß wird
verringert.
Was ist Schweiß?
Schweiß ist das Sekret
das von den
Schweißdrüsen
abgesondert wird.
Schweiß besteht zu 99%
aus Wasser.
Schweiß besitzt des
weiteren einen großen
Anteil an organischen
Verbindungen. Weitere
Stoffe die man im
Schweißsekret findet
sind: Natriumchlorid
(Kochsalz), Aminosäuren,
Zucker, Milchsäure,
Harnstoff; Ammoniak,
Harnsäure, Magnesium,
Kalium, Ascorbinsäure
und weitere hier nicht
aufgezählte Stoffe.
Die zwei bis vier
Millionen Schweißdrüsen
sondern täglich zwischen
einem halben Liter bis
hin zu mehreren Litern
(je nach Temperatur,
Bewegung etc.
verschieden) Schweiß ab.
Frischer Schweiß ist
geruchlos. Da das
Schweißsekret jedoch
viele Nährstoffe inne
hat, ernähren sich
bestimmte Bakterien auf
der Haut von den
Inhaltsstoffen des
Schweißes und
produzieren den
typischen Schweißgeruch.
Wie entsteht
Schweißgeruch?
Frischer Schweiß ist
geruchlos. Es ist nicht
der Schweiß an sich der
unangenehm riecht,
sondern die
Absonderungen der
Bakterien die sich von
dem nährstoffreichen
Schweiß ernähren.
Bei diesem bakteriellen
Zerfall entstehen Stoffe
wie Buttersäure, die den
unangenehmen
Schweißgeruch bewirken.
Schweißgeruch tritt erst
in der Pubertät auf, da
erst dann die apokrinen
Schweißdrüsen mit der
Produktion von Sekret
beginnen.
Einen Einfluss auf den
Schweißgeruch hat die
bakterielle Flora auf
der Haut, die Ernährung
und eventuelle
Krankheiten.
Wenn der Körper
beispielsweise zu wenig
Wasser aufnimmt, können
Gifte nicht ausreichend
über die Nieren
ausgeschieden werden.
Die Gifte müssen den
Körper also anders
verlassen und werden mit
dem Schweiß
ausgeschieden. Die
Bakterien auf der Haut
machen sich über die
Giftstoffe her,
zersetzen diese und ein
unangenehmer Geruch
entsteht.
Achselhaare bieten den
Bakterien einen idealen
Raum zur Ausbreitung.
Der Schweiß sammelt sich
in den Achselhaaren und
vergrößert die
Angriffsfläche der
Bakterien.
Was ist noch normales
Schwitzen?
Schwitzen dient der
Regulation der
Körpertemperatur. Die
Körpertemperatur ist
abhängig von den
gegebenen klimatischen
Bedingungen, vom Ausmaß
der körperlichen
Bewegung, vom
Gesundheitszustand usw.
Es ist normal das man
als Mitteleuropäer stark
schwitzt wenn man sich
gerade in einer
ungewohnt warmen
Klimazone befindet.
Auch eine sportliche
Betätigung erzeugt
überschüssige Wärme auf
die der Körper mit
vermehrten Schwitzen
reagiert.
Bei einer Erkrankung,
beispielsweise einer
Grippe, erhöht der
Körper von allein die
Temperatur um die
Krankheit besser
bekämpfen zu können.
Auch in diesem Fall kann
man stark schwitzen.
Vermehrtes Schwitzen
kann also durchaus
normal sein. Wenn man
jedoch ohne erkennbaren
Grund immer übermäßig
schwitzt kann dies
Anzeichen einer
Hyperhidrose sein.
Wer beispielsweise auch
im Winter im Ruhezustand
eine starke
Schweißbildung unter den
Achseln oder den Händen
und Füßen oder sogar am
ganzen Körper verspürt
ist möglicherweise von
einer Hyperhidrose
betroffen.
Definition der
Hyperhidrose
Etwa eine Million
Menschen in Deutschland
leiden unter einer
übermäßigen
Schweißbildung, der so
genannten Hyperhidrose
(griechisch: hyper = zu
viel, hidros = Wasser).
Als Hyperhidrose wird
eine übermäßige
Schweißproduktion
bezeichnet. Die
Hyperhidrose wird
unterteilt in eine
generalisierte Form und
eine lokale Form.
Generalisierte Form der
Hyperhidrose bedeutet,
dass die übermäßige
Schweißproduktion an
großflächigen
Körperstellen oder sogar
an der gesamten
Hauptoberfläche
auftritt.
Lokale Form der
Hyperhidrose bedeutet,
dass die übermäßige
Schweißproduktion auf
bestimmte Körperregionen
wie beispielsweise
Achselhöhle (Hyperhydrosis
axillaris), Hand (Hyperhydrosis
manuum) und Fuß (Hyperhydrosis
pedum) begrenzt ist.
Ab welcher
Schweißsekretmenge man
von einer übermäßigen
Schweißproduktion
sprechen kann ist nicht
objektiv bestimmbar. In
der Wissenschaft wird
die Krankheit
Hyperhidrose als
Produktion von 100 ml
Schweiß in einer Zeit
von 5 Minuten in einer
Achselhöhle definiert.
Ursachen der
Hyperhidrose
Bei der übermäßigen
Schweißproduktion, die
auf bestimmte
Körperregionen begrenzt
ist (fokale Hyperhidrose),
sind die Ursachen noch
relativ unklar.
Es wird aber vermutet,
dass die Zentren im
Hypothalamus die für die
Regulation der
Schweißdrüsentätigkeit
verantwortlich sind,
überaktiv arbeiten und
somit ein übermäßiges
Schwitzen bewirken.
Häufig beginnt diese
Form der Hyperhydrose
schon in der Pubertät.
Die übermäßige
Schweißproduktion an
großflächigen
Körperstellen oder an
der gesamten
Hauptoberfläche
(generalisierte
Hyperhydrose), kann
verschiedene Ursachen
haben.
Mögliche Gründe sind
Kreislaufstörungen,
psychische Probleme,
Diabetes, Menopause,
endokrine Erkrankungen
wie eine
Schilddrüsenüberfunktion
(Hyperthyreose) usw.
Eine Abklärung durch den
Arzt ist bei dieser Form
der übermäßigen
Schweißproduktion
absolut notwendig.
In der Mehrzahl der
Fälle handelt es sich
aber um die zwar sehr
unangenehme, aber aus
medizinischer sicht eher
harmlose lokale
Hyperhidrose.
Auch wenn diese zwar
harmlos ist kann das
übermäßige Schwitzen
unter den Achsel, an
Füßen, Händen oder auch
am Kopf den Betroffenen
psychisch enorm
belasten.
Bei Versagen der
üblichen Tipps gegen
starkes Schwitzen sollte
auch bei dieser Form der
Hyperhidrose ein Arzt
befragt werden.
Diagnose der
Hyperhidrose
Betroffene merken meist
sehr schnell, dass sie
an einer übermäßigen
Schweißbildung leiden.
Unabhängig von
Temperaturen und
Bewegung entstehen bis
zu tellergroße
Schweißflecken auf der
Kleidung, beispielsweise
unter den Achselhöhlen.
Um aus medizinischer
Sicht eine einwandfreie
Diagnose zu stellen,
kommt meist eins der
zwei folgenden Verfahren
zum Einsatz.
Das erste Verfahren zur
Diagnose einer
Hyperhidrose ist die
Schweißmengenmessung
(Gravimetrie).
Dabei wird mittels
saugfähigem Filterpapier
die Menge an Schweiß
aufgesaugt und dann
gewogen.
Anhand dieser gewogenen
Menge an Schweißsekret
lässt sich der
Schweregrad der
Hyperhidrose ermitteln.
Eine Schweißmenge ab 30
mg/min gilt allgemein
als eine übermäßige
Schweißproduktion.
Das zweite Verfahren ist
die Flächenmessung bzw.
der Jod-Stärke Test.
Dieses Verfahren kommt
nur selten zum Einsatz.
Es wird mittels einer
Farbreaktion die
Darstellung von neu
austretendem Schweiß
möglich.
Durch dieses
Testverfahren kann das
hyperhidrotische Areal
bestimmt werden. Also
die Fläche die übermäßig
schwitzt.
Behandlung mit
Aluminiumchlorid
Für die Behandlung der
Hyperhidrose unter den
Achseln (Hyperhidrosis
axillaris) hat sich eine
Anwendung mit
Aluminiumchlorid
bewährt.
Aluminiumchlorid wird in
vielen
Antitranspirantien
verwendet.
Für die Behandlung einer
Hyperhidrose ist die
Konzentration in
normalen
Antitranspiratien jedoch
zu gering. Je nach
Schweregrad und
Anwendungsgebiet werden
Lösungen mit
unterschiedlich hohen
Konzentrationen des
Aluminiumchlorids
angeboten.
Bei der Behandlung einer
starken Hyperhidrose
sollte eine 10-30%-ige
Aluminiumchloridlösung
zur Anwendung kommen. Es
empfiehlt sich erst
einmal eine 10%-ige
Lösung auszuprobieren.
Bleibt der gewünschte
Handlungserfolg aus so
lässt sich die
Konzentration immer noch
steigern.
Aluminiumchlorid kann
als alkoholische oder
wässrige Lösung und auch
als Gel in einer
Magistralrezeptur
hergestellt werden.
Aluminiumchlorid dringt
in die Schweißdrüsen ein
und lässt den
Ausführungsgang der
Schweißdrüsen
zusammenziehen.
Es bildet sich ein
Pfropf aus Metallionen.
Die ekkrinen
Schweißdrüsen werden
kleiner. Man schwitzt
deutlich weniger an der
behandelten Körperstelle
oder sogar überhaupt
nicht mehr.
Die Behandlung mit
Aluminiumchlorid sollte
in der ersten Woche
täglich stattfinden.
Nach ein bis zwei Wochen
sollte Aluminiumchlorid
alle zwei bis drei Tage
zur Anwendung kommen.
Nach drei bis vier
Wochen ist meist nur
noch eine Anwendung pro
Woche nötig. Ideal ist
die Lösung nur abends
vor dem Schlafen gehen
aufzutragen. Nachts
schwitzt der Körper
deutlich weniger, da das
vegetative Nervensystem
zur Ruhe kommt.
Die
Aluminiumchloridlösung
wird so nicht sofort aus
den Schweißdrüsen
ausgeschwitzt. Schon
nach kurzer Zeit werden
enorme
Behandlungserfolge
sichtbar. Viele
Patienten schwitzen
schon nach einer Woche
fast überhaupt nicht
mehr. Die Schweißdrüsen
bilden sich im Laufe der
Behandlung zurück.
Die Erfolgsquote des
Aluminiumchlorids liegt
bei über 90%. Daher ist
es das Mittel der ersten
Wahl zur Behandlung
einer fokalen
Hyperhidrose. Es sollte
darauf geachtet werden
das Mittel sehr sparsam
aufzutragen. Weniger ist
hier wirklich mehr.
Besonders zu
Therapiebeginn treten
als Nebenwirkungen
häufig Hautirritationen
und leichter Juckreiz
auf. Meistens
verschwinden diese aber
schon nach mehrmaliger
Anwendung, da sich die
Haut an das
Alumiumchlorid gewöhnt.
Je höher die
Konzentration und je
mehr Aluminiumchlorid
auf die Haut aufgetragen
werden, desto stärker
sind in der Regel auch
die Nebenwirkungen. Um
eine immense
Verbesserung der
Hyperhidrose zu erzielen
sind aber keine großen
Mengen der Lösung
notwendig.
Wenn die
Aluminiumchloridlösung
beispielsweise durch
einen Zerstäuber auf die
Achsel aufgetragen wird
reicht ein bis zwei mal
sprühen absolut aus.
Mehr bringt gar nichts
und ist sogar
kontraproduktiv.
Aluminiumchlorid hat
einen geringen pH-Wert,
es kann also bei Kontakt
mit Kleidung
Verfärbungen auslösen.
Behandlung mit dem
Verfahren der
Ionophorese
Das Verfahren der
Ionophorese, wurde in
den 50ger Jahren in den
USA entwickelt, und ist
nur für zur Behandlung
der Hyperhidrose an
Händen und Füßen
geeignet.
Die zu behandelnden
Körperteile werden in
ein Salzbad getaucht.
Über Elektroden fließt
ein schwacher
Gleichstrom. Eine
Theraphiesitzung dauert
in 20 Minuten.
Zu Beginn der Behandlung
muss die Anwendung
täglich stattfinden.
Später kann die Zahl
auch bis auf eine
Anwendung reduziert
werden.
Der genaue
Wirkmechanismus der
Ionoporese ist noch
nicht geklärt. Man nimmt
aber an das durch die
Reizung der
Schweißdrüsen mit
Gleichstrom
vorübergehend Prozesse
in Gang gesetzt werden
die die Schweißdrüsen
verstopfen.
Der Behandlungserfolg
ist unterschiedlich: Bei
einem leichten bis
mittleren Schweregrad
der Hyperhidrose werden
bei regelmäßiger
Anwendung durchaus
Erfolge erzielt.
Vielen Menschen ist der
Zeit- und Kostenaufwand
allerdings zu hoch oder
der Therapieerfolg zu
gering. Ein eventueller
Behandlungserfolg ist
nur vorübergehend und
verschwindet einige
Wochen nach Absetzung
der Therapie.
Ein weiterer Nachteil
das die Hyperhidrose
unter den Achseln oder
am Rumpf und Kopf mit
dieser Methode nicht zu
behandeln ist.
Menschen mit
Herzrythmusstörungen,
mit Implantaten aus
Metall und Schwangere
Frauen dürfen nicht mit
der Ionophorese
behandelt werden.
Behandlung mit dem
Verfahren der
endoskopischen
thorakalen
Sympathektomie (ETS)
Das Verfahren der
endoskopischen
thorakalen
Sympathektomie (ETS)
stellt eine alternative
Behandlung bei
Hyperhidrose mittleren
bis schweren Grades dar,
wenn nicht operative
Behandlungsmethoden
keinen Erfolg hatten.
Bei diesem Verfahren
werden bestimmte
Nervenknoten durchtrennt
die für das Schwitzen an
Händen, unter den
Achseln und am Kopf
verantwortlich sind.
Früher waren große
Operationsschnitte
notwendig um eine
Zerstörung dieser
Nervenknoten (Ganglien)
zu bewirken.
In den letzten Jahren
wurde die endoskopische
Operationstechnik aber
derart verbessert, dass
nur noch ein kleiner
Schnitt notwendig ist.
Der Behandlungserfolg
dieser Methode liegt
fast bei 100 %. Der
Eingriff erfolgt in
Vollnarkose. Dabei wird
ein etwa 1 cm-langer
Schnitt in der
Achselhöhle gesetzt um
das Operationsendoskop
in den Brustraum
einführen zu können und
so zu den entsprechenden
Nervenknoten (Ganglien)
zu gelangen.
Durch Hochfrequenzstrom
werden die für die
übermäßige Reizung der
Schweißdrüsen
verantwortlichen
Nervenknoten zerstört.
Ein längerer
Krankenhausaufenthalt
ist meist nicht
notwendig. Viele
Patienten verlassen die
Klinik bereits schon ein
Tag nach der Operation.
Die Erfolgsquote des
Eingriffs liegt
annähernd bei 100% und
die Komplikationsrate
ist gering. Man muss
allerdings darauf
hinweisen, dass bei der
Mehrheit der Patienten
nach dem Eingriff über
ein so genanntes
kompensatorisches
Schwitzen berichtet
wird.
Das heißt die Menschen
schwitzen zwar nicht
mehr an den Händen, der
Achsel oder am Kopf,
aber dafür mehr an den
Beinen und am Rumpf.
Trotzdem ist dies für
viele Betroffene kein
Grund die endoskopische
thorakale Sympathektomie
(ETS) abzulehnen, da
übermäßiges Schwitzen an
Beinen und am Rumpf von
der Mehrheit als weniger
störend bzw. belastend
empfunden wird.
Bei einer geringen
Anzahl von Patienten
wird das
kompensatorische
Schwitzen jedoch so
stark, dass sie den
Eingriff nicht als
entlastend für ihr Leben
einschätzen.
Es sollte aufgrund der
Nebenwirkung des
kompensatorischen
Schwitzens, je nach
Schweregrad der
Hyperhidrose, abgewogen
werden, ob die Vor- oder
Nachteile überwiegen.
Behandlung mit
Medikamenten
Eine Behandlung mit
Medikamenten kommt
meistens nur bei der
generalisierten
Hyperhidrose zur
Anwendung.
Bei der Behandlung
werden so genannte
Anticholinergika
eingesetzt.
Anticholinergika sind
Substanzen die die
Wirkung von Acetycholin
hemmen. Acetcholin ist
ein so genannter
Neurotransmitter.
Neurotransmitter sind
biochemische Stoffe, die
Informationen von einer
Nervenzelle zur anderen
weitergeben. Acetycholin
gibt auch die
Informationen an die
Schweißdrüsen weiter die
diese veranlassen
übermäßig Schweiß zu
produzieren.
Durch Medikamente wie
Anticholinergika wird
das Acetycholin daran
gehindert die
Information an die
Schweißdrüsen weiter zu
geben.
Man schwitzt also
weniger. Um einen
befriedigenden
Behandlungserfolg zu
erzielen ist es jedoch
so, dass man oft hohe
Dosen an
Anticholinergika
einsetzen muss.
Diese hohen Dosen haben
wiederum häufig
unangenehme
Nebenwirkungen wie
verstärkte
Mundtrockenheit,
Magenbeschwerden und
Übelkeit, Müdigkeit und
weitere Beschwerden zur
Folge.
Eine medikamentöse
Behandlung sollte erst
erwogen werden, wenn
andere nicht operative
Anwendungen keinen
Erfolg erzielt haben.
Behandlung mit
Achselpads
Die Verwendung von
Achselpads ist genau
genommen keine wirkliche
Behandlung einer
Hyperhidrose.
Es wird nicht die
Ursache des Schwitzens
bekämpft, aber das
Auftreten des Symptoms,
nämlich der unangenehme
Schweißfleck unter den
Achseln, bekämpft.
Wie der Name Achselpads
schon vermuten lässt ist
die Anwendung auf die
Hyperhidrose unter den
Achseln beschränkt.
Achselpads haben den
großen Vorteil, dass sie
akut das Problem
beheben.
Bei allen anderen
Behandlungen sind
mindestens einige Tage
bis Wochen nötig um
einen Behandlungserfolg
zu erzielen. Achselpads
werden von verschiedenen
Herstellern angeboten.
Meistens wird das Pad
direkt in die
Achselhöhle geklebt. Die
Achsel sollte vor der
Anwendung durch waschen
gereinigt werden.
Falls man zusätzlich
noch ein Deo oder ein
Antitranspirant benutzen
möchte sollte dieses
nicht auf die Haut
sondern direkt auf das
Achselpad aufgetragen
werden.
Jedes Achselpad kann nur
einmal verwendet werden.
Ob überhaupt und wenn ja
wie oft ein Achselpad am
Tag gewechselt werden
muss hängt von dem
Ausmaß der Hyperhidrose
ab.
Nachteile dieser
Anwendungen sind
hauptsächlich der Preis.
Die Verwendung der
Achselpads bietet sich
an wenn eine andere
Behandlungsmethode
gerade erst begonnen
wurde oder nur einen
mäßigen Erfolg zeigt und
das Auftreten von
Schweißflecken unter den
Achseln verhindert
werden soll.
Behandlung mit
Botulinumtoxin
Botulinumtoxin ist das
hochwirksame Nervengift,
dass vom Bakterium
Clostridium botulinum
produziert wird.
Botulinumtoxin hemmt die
Erregungsübertragung von
den Nervenzellen zum
Muskel, wodurch die
Kontraktion des Muskels
je nach Dosierung des
Gifts schwächer wird
oder ganz ausfällt.
Botulinumtoxin kommt in
der Medizin zur
Behandlung von Falten
und der Hyperhidrose
unter den Achseln zum
Einsatz. Angeboten wird
das Botulinumtoxin Typ A
als Medikament
beispielsweise von der
Firma Allergan unter dem
Namen Botox® .
Botox® (Botolinumtoxin)
setzt sich an die
Verbindungen zwischen
den Nervenfasern und den
Schweißdrüsen unter den
Achseln.
Die Impulsübetragung zu
den Schweißdrüsen wird
dadurch blockiert. Botox®
(Botolinumtoxin) wirkt
dabei ähnlich wie
Anticholinergika, indem
es ebenfalls die
Freisetzung von
Acetylcholin verhindert.
Zur Behandlung der
Hyperhidrose unter den
Achseln wird Botox® (Botolinumtoxin)
unter die Haut
gespritzt. Pro
Achselhöhe sind bis zu
50 Einstiche nötig.
Die Wirkung beginnt etwa
drei Tage nach dem
Eingriff. Man schwitzt
deutlich weniger bis
überhaupt nicht mehr
unter den Achseln.
Allerdings hält die
Wirkung nur vier bis
sechs Monate, in
seltenen Fällen 12
Monate, an. Etwa acht
Wochen nach dem Eingriff
beginnt ein
Regenerationsprozess der
neue Nervenverbindungen
zu den Schweißdrüsen
aufbaut.
Daher hält die Wirkung
nicht ein Leben lang.
Geeignet ist die
Behandlung mit Botox (Botolinumtoxin)
besonders für Menschen
die vermehrt in den
Sommermonaten unter
ihrer Hyperhidrose der
Achseln leiden.
Als Nebenwirkung der
Injektion von Botox (Botolinumtoxin)
sind leichte Blutergüsse
an den Einstichstellen
zu nennen. Des Weiteren
wurde von flüchtigen
Kopfschmerzen berichtet.
Für schwangere Frauen,
Menschen mit
Muskelschwäche,
neuromuskulären
Erkrankungen und
Menschen die bestimmte
Medikamente einnehmen
müssen (z.B. Macumar)
ist die Behandlung mit
Botolinumtoxin nicht
geeignet.
Ob für Sie eine
Behandlung mit Botox® (Botolinumtoxin)
in Frage kommt lässt
sich nur durch ein
Gespräch mit einem Arzt
Ihres Vertrauens klären.
Behandlung mit dem
Verfahren der
Saugkürettage
Das Verfahren der
Saugkürettage ist eine
neue Behandlungsmethode,
die nur bei einer
primären Hyperhidrose
unter den Achselhöhlen
eine Anwendung findet.
Der Eingriff wird in der
Regel unter örtlicher
Betäubung ( der so
genannten
Tumeszenlokalanästhesie)
durchgeführt. Bei diesem
Verfahren wird in das
Unterhautfettgewebe der
Achselhöhle eine
verdünnte
Lokalanästhesie-Lösung
gespritzt.
Schwellungen und
Blutungen werden durch
diese Methode
verringert. Eine
Vollnarkose ist nicht
nötig und der Patient
ist während des
Eingriffs bei vollem
Bewusstsein.
Bei der Saugkürettage
werden durch Millimeter
kleine
Operationsschnitte ein
Zugang zum Fettgewebe
der Achseln gelegt.
Eine speziell für dieses
Verfahren entwickelte
Kanüle (Fatemi-Kanüle)
dringt in die gelegten
Schnitte in das
Unterhautfettgewebe ein
und saugt den Großteil
der Schweißdrüsen ab.
Je nach
Operationsvariante
werden weitere
Schweißdrüsen aus dem
Bindegewebe geschabt (Kürettage)
und entfernt.
Das grundsätzliche
Verfahren ähnelt dem der
Fettabsaugung (Liposuction),
nur die verwendete
Kanüle bei der
Schweißdrüsenabsaugung
ist dicker. Die
Operation dauert
zwischen 15 und 30
Minuten und erfordert in
der Regel keinen
stationären Aufenthalt
des Patienten.
Während des Eingriffs
wird ein Druckverband
angelegt der einige Tage
getragen werden muss.
Das Nähmaterial wird
nach etwa einer Woche
entfernt.
Die Zeit der
Nachbehandlung ist von
Fall zu Fall
verschieden, dauert aber
wenn überhaupt nur
wenige Wochen. Die
Operationsrisiken und
Komplikationen sind bei
der Saugkürettage eher
gering.
Viele Patienten sind
bereits schon am
folgenden Tag wieder
arbeitsfähig. Durch das
Verfahren der
Saugkürettage werden
zwischen 70-80% der
Schweißdrüsen entfernt.
Als Minimalziel der
Operation wird eine
Normalisierung des
Schwitzens unter den
Achseln angestrebt.
Viele Patienten
schwitzen sogar
überhaupt nicht mehr
unter den Achseln.
Bei einigen Patienten
(etwa 7%) kommt es aber
vor das die wenigen noch
verbliebenen
Schweißdrüsen immer noch
derart viel Schweiß
produzieren das eine
Wiederholung des
Eingriffs notwendig ist.
Und selbst bei einer
Wiederholung ist eine
100%ige Trockenlegung
der betroffenen Stellen
unter den Achseln nicht
garantiert. Der Mehrheit
der Patienten ist durch
die Behandlung mit
Saugkürettageverfahren
aber sehr geholfen.
Der große Vorteil ist,
dass bei erfolgreicher
Therapie der Erfolg ein
Leben lang anhält. Die
Kosten für die
Behandlung sind von
Klinik zu Klinik
verschieden und in der
Regel vom Patienten
selbst zu bezahlen. Als
grober Richtwert gilt
1000 Euro pro
Achselhöhle.
|