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 » Behandlung - Aluminiumchlorid

 

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Für die Behandlung der Hyperhidrose unter den Achseln (Hyperhidrosis axillaris) hat sich eine Anwendung mit Aluminiumchlorid bewährt. Aluminiumchlorid wird in vielen Antitranspirantien verwendet.

Für die Behandlung einer Hyperhidrose ist die Konzentration in normalen Antitranspiratien jedoch zu gering. Je nach Schweregrad und Anwendungsgebiet werden Lösungen mit unterschiedlich hohen Konzentrationen des Aluminiumchlorids angeboten.

Bei der Behandlung einer starken Hyperhidrose sollte eine 10-30%-ige Aluminiumchloridlösung zur Anwendung kommen. Es empfiehlt sich erst einmal eine 10%-ige Lösung auszuprobieren. Bleibt der gewünschte Handlungserfolg aus so lässt sich die Konzentration immer noch steigern.

Aluminiumchlorid kann als alkoholische oder wässrige Lösung und auch als Gel in einer Magistralrezeptur hergestellt werden. Aluminiumchlorid dringt in die Schweißdrüsen ein und lässt den Ausführungsgang der Schweißdrüsen zusammenziehen.



Es bildet sich ein Pfropf aus Metallionen. Die ekkrinen Schweißdrüsen werden kleiner. Man schwitzt deutlich weniger an der behandelten Körperstelle oder sogar überhaupt nicht mehr.

Die Behandlung mit Aluminiumchlorid sollte in der ersten Woche täglich stattfinden. Nach ein bis zwei Wochen sollte Aluminiumchlorid alle zwei bis drei Tage zur Anwendung kommen.

Nach drei bis vier Wochen ist meist nur noch eine Anwendung pro Woche nötig. Ideal ist die Lösung nur abends vor dem Schlafen gehen aufzutragen. Nachts schwitzt der Körper deutlich weniger, da das vegetative Nervensystem zur Ruhe kommt.

Die Aluminiumchloridlösung wird so nicht sofort aus den Schweißdrüsen ausgeschwitzt. Schon nach kurzer Zeit werden enorme Behandlungserfolge sichtbar. Viele Patienten schwitzen schon nach einer Woche fast überhaupt nicht mehr. Die Schweißdrüsen bilden sich im Laufe der Behandlung zurück.

Die Erfolgsquote des Aluminiumchlorids liegt bei über 90%. Daher ist es das Mittel der ersten Wahl zur Behandlung einer fokalen Hyperhidrose. Es sollte darauf geachtet werden das Mittel sehr sparsam aufzutragen. Weniger ist hier wirklich mehr.

Besonders zu Therapiebeginn treten als Nebenwirkungen häufig Hautirritationen und leichter Juckreiz auf. Meistens verschwinden diese aber schon nach mehrmaliger Anwendung, da sich die Haut an das Alumiumchlorid gewöhnt.

Je höher die Konzentration und je mehr Aluminiumchlorid auf die Haut aufgetragen werden, desto stärker sind in der Regel auch die Nebenwirkungen. Um eine immense Verbesserung der Hyperhidrose zu erzielen sind aber keine großen Mengen der Lösung notwendig.

Wenn die Aluminiumchloridlösung beispielsweise durch einen Zerstäuber auf die Achsel aufgetragen wird reicht ein bis zwei mal sprühen absolut aus. Mehr bringt gar nichts und ist sogar kontraproduktiv. Aluminiumchlorid hat einen geringen pH-Wert, es kann also bei Kontakt mit Kleidung Verfärbungen auslösen.

 


 

 


 

 

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