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Behandlung - ETS |
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Das Verfahren der
endoskopischen thorakalen Sympathektomie (ETS)
stellt eine alternative Behandlung bei Hyperhidrose
mittleren bis schweren Grades dar, wenn nicht
operative Behandlungsmethoden keinen Erfolg hatten.
Bei diesem Verfahren werden bestimmte Nervenknoten
durchtrennt die für das Schwitzen an Händen, unter
den Achseln und am Kopf verantwortlich sind.
Früher waren große Operationsschnitte notwendig um
eine Zerstörung dieser Nervenknoten (Ganglien) zu
bewirken.
In den letzten Jahren wurde die endoskopische
Operationstechnik aber derart verbessert, dass nur
noch ein kleiner Schnitt notwendig ist.
Der Behandlungserfolg dieser Methode liegt fast bei
100 %. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Dabei
wird ein etwa 1 cm-langer Schnitt in der Achselhöhle
gesetzt um das Operationsendoskop in den Brustraum
einführen zu können und so zu den entsprechenden
Nervenknoten (Ganglien) zu gelangen.
Durch Hochfrequenzstrom werden die für die
übermäßige Reizung der Schweißdrüsen
verantwortlichen Nervenknoten zerstört.
Ein längerer Krankenhausaufenthalt ist meist nicht
notwendig. Viele Patienten verlassen die Klinik
bereits schon ein Tag nach der Operation.
Die Erfolgsquote des Eingriffs liegt annähernd bei
100% und die Komplikationsrate ist gering. Man muss
allerdings darauf hinweisen, dass bei der Mehrheit
der Patienten nach dem Eingriff über ein so
genanntes kompensatorisches Schwitzen berichtet
wird.
Das heißt die Menschen schwitzen zwar nicht mehr an
den Händen, der Achsel oder am Kopf, aber dafür mehr
an den Beinen und am Rumpf.
Trotzdem ist dies für viele Betroffene kein Grund
die endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS)
abzulehnen, da übermäßiges Schwitzen an Beinen und
am Rumpf von der Mehrheit als weniger störend bzw.
belastend empfunden wird.
Bei einer geringen Anzahl von Patienten wird das
kompensatorische Schwitzen jedoch so stark, dass sie
den Eingriff nicht als entlastend für ihr Leben
einschätzen.
Es sollte aufgrund der Nebenwirkung des
kompensatorischen Schwitzens, je nach Schweregrad
der Hyperhidrose, abgewogen werden, ob die Vor- oder
Nachteile überwiegen.
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