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 » Behandlung - Saugkürretage

 

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Das Verfahren der Saugkürettage ist eine neue Behandlungsmethode, die nur bei einer primären Hyperhidrose unter den Achselhöhlen eine Anwendung findet.

Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung ( der so genannten Tumeszenlokalanästhesie) durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird in das Unterhautfettgewebe der Achselhöhle eine verdünnte Lokalanästhesie-Lösung gespritzt.

Schwellungen und Blutungen werden durch diese Methode verringert. Eine Vollnarkose ist nicht nötig und der Patient ist während des Eingriffs bei vollem Bewusstsein.

Bei der Saugkürettage werden durch Millimeter kleine Operationsschnitte ein Zugang zum Fettgewebe der Achseln gelegt.

Eine speziell für dieses Verfahren entwickelte Kanüle (Fatemi-Kanüle) dringt in die gelegten Schnitte in das Unterhautfettgewebe ein und saugt den Großteil der Schweißdrüsen ab.

Je nach Operationsvariante werden weitere Schweißdrüsen aus dem Bindegewebe geschabt (Kürettage) und entfernt.

Das grundsätzliche Verfahren ähnelt dem der Fettabsaugung (Liposuction), nur die verwendete Kanüle bei der Schweißdrüsenabsaugung ist dicker. Die Operation dauert zwischen 15 und 30 Minuten und erfordert in der Regel keinen stationären Aufenthalt des Patienten.



Während des Eingriffs wird ein Druckverband angelegt der einige Tage getragen werden muss. Das Nähmaterial wird nach etwa einer Woche entfernt.

Die Zeit der Nachbehandlung ist von Fall zu Fall verschieden, dauert aber wenn überhaupt nur wenige Wochen. Die Operationsrisiken und Komplikationen sind bei der Saugkürettage eher gering.

Viele Patienten sind bereits schon am folgenden Tag wieder arbeitsfähig. Durch das Verfahren der Saugkürettage werden zwischen 70-80% der Schweißdrüsen entfernt.

Als Minimalziel der Operation wird eine Normalisierung des Schwitzens unter den Achseln angestrebt. Viele Patienten schwitzen sogar überhaupt nicht mehr unter den Achseln.

Bei einigen Patienten (etwa 7%) kommt es aber vor das die wenigen noch verbliebenen Schweißdrüsen immer noch derart viel Schweiß produzieren das eine Wiederholung des Eingriffs notwendig ist.

Und selbst bei einer Wiederholung ist eine 100%ige Trockenlegung der betroffenen Stellen unter den Achseln nicht garantiert. Der Mehrheit der Patienten ist durch die Behandlung mit Saugkürettageverfahren aber sehr geholfen.

Der große Vorteil ist, dass bei erfolgreicher Therapie der Erfolg ein Leben lang anhält. Die Kosten für die Behandlung sind von Klinik zu Klinik verschieden und in der Regel vom Patienten selbst zu bezahlen. Als grober Richtwert gilt 1000 Euro pro Achselhöhle.




 

 


 

 

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