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Schwitzen im Gesicht
und deren Ursachen
Das Symptom der
übersteigerten
Schweißbildung im
Gesicht wird in der
Medizin mit dem
lateinischen Namen
Hyperhidrosis facialis
bezeichnet.
Die Ursache für die
Schweißbildung im
Gesicht kann eine lokale
Hyperhidrose sein.
Lokale Hyperhidrose
bedeutet, dass eine
übermäßige
Schweißbildung an einer
bestimmten Körperstelle
auftritt. Normalerweise
hat der Schweiß die
Aufgabe unsere
Körpertemperatur zu
regeln und wird nur dann
gebildet, wenn die
Temperatur im Körper
steigt.
Wenn jedoch täglich
unabhängig von der
Temperatur ein starkes
Schwitzen im Gesicht
auftritt, hängt dies
höchstwahrscheinlich mit
einer lokalen
Hyperhidrose im Gesicht
zusammen.
Der Grund dafür liegt in
einer Überreizung der
Zentren im Hypothalamus,
die unter anderem für
die Steuerung der
Schweißdrüsen zuständig
sind. Warum bei manchen
Menschen diese
Gehirnregion hyperaktiv
arbeitet, ist bisher
nicht bekannt.
Wie kann man
Schwitzen im Gesicht
verhindern?
Gegen Schwitzen im
Gesicht gibt es
verschiedene Maßnahmen,
die das Problem aber
meist nur kurzfristig
lösen können.
Beispielsweise kann beim
Sport ein Stirnband
getragen werden, was den
Schweiß aufsaugt. Diese
Maßnahme lässt sich aber
eben nur auf den
Zeitraum anwenden in den
man Sport treibt.
Eine zweite Maßnahme ist
die Anwendung von
Antitranspiranten, die
beispielsweise auf die
Stirn aufgetragen
werden. Dabei stellen
sich jedoch Probleme wie
Hautreizungen durch die
Inhaltsstoffe des
Antitranspiranten und
auch die Gefahr, dass
reizende Inhaltsstoffe
in die Augen gelangen.
Wenn man sich für eine
Anwendung mit einem
Antitranspiranten im
Gesicht entscheidet
sollte man auf drei
Dinge achten:
1) Das Mittel sollte
nicht mehr als 20%
Aluminiumchlorid
enthalten
2) Man sollte die
Inhaltsstoffe nicht
direkt auf das Gesicht
sprühen, sondern besser
mit einem Wattetupfer
auf die zu behandelnde
Stelle auftragen, um
Reizungen der
Schleimhäute zu
vermeiden.
3) Bei starken
Hautreaktionen wie
erröten, Hautausschläge
oder Juckreiz sollte man
das Mittel nicht mehr
auftragen.
Kann man schwitzen im
Gesicht dauerhaft
behandeln?
Um die übermäßige
Schweißbildung im
Gesicht wirklich
dauerhaft zu behandeln
muss man sich operieren
lassen. Hier wird das
Verfahren der
endoskopischen
thorakalen
Sympathektomie (ETS)
angewendet bei dem
bestimmte Bereiche der
Nerven abgetrennt
werden, um eine
Reizweiterleitung vom
Gehirn zu den
Schweißdrüsen im Gesicht
zu verhindern.
Dadurch schwitzt man
erheblich weniger an der
Betroffenen Stelle. Es
kann aber zu
kompensatorischen
Schwitzen kommen, bei
der andere Körperstellen
vermehrt schwitzen. Wie
bei jeder Operationen
geht man bestimmte
Risiken ein, die man
abwägen muss.
Weiteres zum Thema
Schwitzen im Gesicht
Plötzliches
Schwitzen im Gesicht
Wenn plötzliches
Schwitzen im Gesicht
zusammen mit Erröten
auftritt ist dies ein
Zeichen für eine
psychische Ursache.
Hierunter leiden oft
Menschen die nervös
werden, wenn Sie vor
einer Menge sprechen
müssen. Das Schwitzen
ist dann kein Zeichen
für eine körperlich
bedingte Hyperhidrose,
sondern hängt mit der
Aufregung zusammen, die
in diesem Moment
empfunden wird. Auch
Angst- oder Schamgefühle
können für ein
plötzliches Schwitzen im
Gesicht verantwortlich
sein
Schwitzen im
Gesicht beim Essen
Beim Verzehr sehr
scharfer Speisen kann es
zu einer vermehrten
Schweißbildung im
Gesicht kommen.
Besonders Chili ist
dafür bekannt, dass es
Schwitzen im Gesicht und
Hitzewallungen auslösen
kann. Dies ist aber ein
normaler Prozess und
vergeht nach kurzer
Zeit.
Anders verhält es sich,
wenn der Verzehr anderer
Speisen, die
normalerweise nicht
stimulierend wirken
vermehrt Schweiß im
Gesicht gebildet wird.
Dann kann eine
Überempfindlichkeit des
Körpers gegenüber
bestimmten
Nahrungsbestandteilen
vorliegen die man bei
einem Arzt abklären
lassen sollte.
Schwitzen im
Gesicht durch
Übergewicht
Bei starkem Übergewicht
kann der Körper dazu
neigen mehr zu
Schwitzen, weil die
Wärmeabgabe durch das
Fettgewebe erschwert
wird. Dennoch schwitzt
jemand nicht automatisch
mehr, nur weil er
übergewichtig ist.
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